LUKB-Zukunftspreis

Slowflowers aus Luzern

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Schnittblumen sind beliebt: als Geschenk, als Dankesgeste oder als Dekoration. Doch den wenigsten ist klar: Die eingesetzten Pestizide und Düngemittel, die entstehenden Abfälle und weiten Transportwege der Blumen-Massenproduktion führen zu einer hohen Umweltbelastung.

Mit ihrer Initiative Slowflowers aus Luzern will Barbara Lantschner etwas dagegen tun. Die ausgebildete Gärtnerin und Landschaftsarchitektin pflanzt auf ungenutzten Flächen in der Stadt Luzern pestizidfreie und saisonale Blumen an und verkauft sie direkt ab Garten. Die Blumen werden auch in die Region geliefert – ganz nachhaltig per Velokurier oder mit dem Lieferdienst der IG Arbeit.

Für ihr Projekt konnte sie bereits eine Fläche beim alten Krematorium Luzern anmieten, die ersten Slowflowers wachsen dort bereits. Weitere sollen folgen, denn das Ziel ist, die Stadt optisch aufzuwerten und gleichzeitig einen Beitrag zur Biodiversität, zum Lebensraum von Insekten und Vögeln zu leisten. Und nicht zuletzt sollen die vielfältigen Blumengärten für Passantinnen und Passanten offenstehen. Damit entstehen entspannende Naturoasen mitten in der Stadt Luzern.

Slowflowers aus Luzern wünscht sich von der LUKB 20’000 Franken. Das Geld ermöglicht den Kauf von zusätzlichem Bio-Saat- und Pflanzgut und dadurch eine grössere Auswahl an Pflanzen. Weiter kann eine Werkstatt angemietet und fachgerecht eingerichtet werden. Bis Mitte Mai werden die Pflanzarbeiten der ersten Flächen abgeschlossen, Verkaufsstart ist ca. Mitte Juni 2022. In den ersten drei Jahren soll der Förderbeitrag die Mehrkosten des Projekts decken.

Durch den lokalen, biologischen und saisonalen Anbau von Schnittblumen leistet Slowflowers aus Luzern einen positiven Impact zu einem verantwortungsvolleren Konsum und zu einer nachhaltigen Stadt. Dank dem lokalen Anbau und den kurzen Transportwegen wird zudem der negative Umwelteinfluss importierter Schnittblumen reduziert. Darüber hinaus leistet der Anbau in Mischkultur einen zusätzlichen positiven Beitrag zur Biodiversität und Leben an Land.

Unterstützte SDGs:

– Gesundheit und Wohlergehen
– Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
– Massnahmen zum Klimaschutz
– Leben an Land
– Nachhaltige Städte und Gemeinden